
Research-Report Nr. 3 | Januar 2012
Anfang 2011 beobachteten wir, dass sich die Wirtschaft in Europa von der größten Weltwirtschaftskrise seit sieben Jahrzenten wieder deutlich erholte, mit positiven Auswirkungen auch auf europäische Büro-Immobilienmärkte. Gleichzeitig war auf dem Käufermarkt für Büroimmobilien infolge der verbesserten Kapitalmarktsituation wieder mehr Interesse auch seitens Großinvestoren festzustellen.
Doch im Sommer 2011 spitze sich die Schuldenkrise in Europa zu. Die daraus entstandene Vertrauenskrise belastet die europäische Wirtschaft, so dass die EU-Kommission in ihrer Herbstprognose 2011 vom »Stillstand« in Europa sprach und vor einer drohenden Rezession in 2012 warnte. Das wird voraussichtlich auch den europäischen Immobilienmärkten zu schaffen machen, obwohl sich das in den Zahlen zum dritten Quartal 2011 noch nicht ablesen lässt. Doch es gibt klare Signale, dass die Angst vor einer erneuten Rezession zu einer abwartenden Haltung bei Mietern und Investoren führt.
Die Banken in Europa beschäftigt derzeit ein weiteres Problem: Die von der Europäischen Bankenaufsicht geforderte Erhöhung der Kernkapitalquote führt bei ihnen bis Mitte 2012 zu einem Rekapitalisierungsbedarf von ca. 100 Mrd. Euro. Das wirkt sich bereits heute hemmend auf den Gewerbeimmobilienmarkt aus.
Krisen gab und wird es immer geben. Historisch betrachtet fand eine der ersten Finanzmarktkrisen in Holland statt: Die sogenannte »Tulpenkrise« von 1637. Holland und insbesondere die Randstad-Region stellen heute für Offene Immobilienfonds einen beliebten Investitionsstandort dar. Das nehmen wir zum Anlass in dieser Ausgabe die holländische Randstad-Region näher vorzustellen.
Wir wünschen Ihnen eine interessante und informative Lektüre.

Die in dieser Analyse enthaltenen Einschätzungen und Prognosen beruhen auf sorgfältigen Recherchen. Alle Angaben wurden Quellen entnommen, die als zuverlässig erachtet wurden, jedoch kann für die Richtigkeit, Vollständigkeit und Angemessenheit keine Gewähr übernommen werden. Stichtag der Untersuchung: 3. Januar 2012
Helena Ivanovic
Head of Economics Department
Volkswirtschaftliche Abteilung
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